Presse    2011 | 2010 |
  
   VfL Oldenburg gewinnt Wunderhorn zum dritten Mal / O.R. / 21.08.2011
  
Kim Birke und Sabrina Neuendorf (Foto: VfL Oldenburg)

VfL Oldenburg gewinnt Wunderhorn zum dritten Mal in Folge

Die Handballerinnen des VfL Oldenburg haben das eigene Robert-Schumann-Turnier um das Oldenburger Wunderhorn zum dritten Mal in Folge und zum fünften Mal insgesamt (nach 1986, 2006, 2009 und 2010) gewonnen. Im Endspiel am heutigen Sonntag (21.8.2011) setzte sich der VfL mit 31:22 (12:11) gegen Bundesliga-Konkurrent HSG Blomberg durch. Überraschend Dritter wurde der niederländische Meister MizuWaAi Dalfsen, der im Spiel um den dritten Platz den russischen Vizemeister und Vorjahresfinalisten HC Rostov-Don mit 18:16 bezwang.

Insgesamt 1080 Zuschauer sahen an zwei Tagen in der Robert-Schumann-Halle 20 Spiele. Für die größte Überraschung sorgte das spielstarke Dalfsen mit dem Sieg gegen die von Trainingslager und 2500 Kilometer langer Busfahrt übermüdeten Russinnen. Oldenburg stellte das spielstärkste und -freudigste Team, begeisterte im Endspiel die Zuschauer in der vollbesetzten Robert-Schumann-Halle.

"Vieles klappt schon sehr gut. Ich bin sehr zufriedem mit dem Auftreten meiner Mannschaft. Aber zu Euphorie besteht noch kein Anlass", blickte VfL-Trainer Leszek Krowicki auf die am 4. September (Heimspiel um 16.30 Uhr in der EWE ARENA gegen HC Leipzig) startende Bundesligasaison voraus. Blombergs Trainer Andre Fuhr nahm die Endspielniederlage sehr gelassen: "Wir haben ein sehr gutes Turnier gespielt. Der zweite Platz ist mehr als wir uns erhofft haben. Mit dem VfL hat die beste Mannschaft gewonnen."

Den fünften Platz sicherte sich Bundesliga-Neuling HSG Bad Wildungen vor dem polnischen Spitzenteam Politechnika Koszalin. Siebter wurde die DJK/MJC Trier, Letzter und Achter VOC Amsterdam.

Turnierchef Michael Brand zog ein positives Fazit: "Das Wunderhorn besitzt weiter eine Zukunft. Der Zuschauer-Zuspruch war trotz des Regens am Sonntag gut." Mit den handballerischen Leistungen war Brand allerdings nur bedingt zufrieden. "Es liegt sicherlich auch an den individuellen Umständen - Rostov etwa musste der langen Anreise Tribut zollen -, aber das Wunderhorn 2011 war insgesamt eines der schwächeren Turniere. Der VfL hat sich sehr gut präsentiert. Und ich freue mich, dass endlich mal eine niederländische Mannschaft auf dem Treppchen steht." Gerne gab Brand ein Lob der meisten Trainer weiter: "Die Schiedsrichterleistungen waren dieses Jahr sehr gut."

Beste Spielerin: Angie Geschke (VfL).
Beste Torhüterin: Isabelle Roch (Blomberg).
Fairnesspokalsieger: VfL Oldenburg.
Torjägerin: Sabrina Richter (Blomberg) mit 28 Toren vor Joanna Dworaczyk (Koszalin) mit 26 Toren.


Caroline Thomas und Michaela Hofmann mit dem Pokal für den zweiten Platz. (Foto: VfL Oldenburg)

Dritter wurde der niederländische Meister MizuWaAi Dalfsen. (Foto: VfL Oldenburg)

Beste Spielerin: Angie Geschke (Foto: VfL Oldenburg)

Torjägerin: Sabrina Richter (Foto: VfL Oldenburg)

Isabelle Roch (links) wurde beste Torhüterin des Turniers. (Foto: VfL Oldenburg)

Die Ergebnisse und Berichte zu allen Spielen finden sich auf der Turnier-Homepage: www.robert-schumann-turnier.de.

Ole Rosenbohm / Presse VfL Oldenburg

   
   2. Spieltag / O.R. / 21.08.2011
  
Der VfL Oldenburg gewinnt zum dritten Mal in Folge das Robert-Schumann-Turnier. (Foto: VfL Oldenburg )

Endspiel: VfL Oldenburg - HSG Blomberg-Lippe 31:22 (12:11)

Das Endspiel in der vollbesetzten Robert-Schumann-Halle beginnt nach etwa zehn Minuten, spannend zu werden. Oldenburg kann seine frühe Führung (3:0/3. Minute) nicht ausbauen oder verwalten, gibt vorne zu viele Bälle ab und scheitert an der bärenstarken Isabelle Roch. Dass Blomberg durch Sabrina Richter erst nach 13 Minuten zum Ausgleich (5:5) kommt, hat der VfL Julia Renner zu verdanken, die mehrere freie Würfe und Konter Blombergs entschärft. Renner hilft auch, die erste HSG-Führung auszugleichen, bedient Kim Birke beim 8:8 mit einem Pass bis zur Neunmeterlinie. Die VfL-Linksaußen fängt mit einer Hand und verwandelt. Die Angriffe beider Teams werden nun besser. Carolin Schmele bedient Caroline Thomas mit einem No-Look-Pass zum Kreis (11:11/24.). Durch einen Treffer Maike Schirmers kann der VfL mit einer Führung in die Pause nach den ersten 25 Minuten Finalspielzeit gehen. Nach dem Seitenwechsel übernehmen zunächst wieder die Gastgeberinnen in der leicht stickigen Halle die Führung (17:14/33.), drei Minuten später aber gleicht die HSG wieder aus. Für das 18:17 sorgt Julia Wenzl mit einer Einzelleistung (38.), auf der anderen Seite rettet Renner die Führung, und vorne verwandelt Angie Geschke, die nach dem Spiel völlig verdient zur besten Turnierspielerin ausgezeichnet wird, zum 19:17. Es ist nicht nur leicht stickig, sondern auch feucht in der Halle - eine Folge des Wetters, der 20 Partien in zwei Tagen und der vielen Zuschauer. Mehrmals muss der Ball getauscht werden, auch die Wischer sind häufiger als sonst im Einsatz.

Oldenburg geht in die letzten zehn Wunderhorn-Minuten 2011 mit einer 21:18-Führung. Durch Hofmann und einen Konter nach Steal durch Richter schaffen die Gäste aber in der 42. Minute den Anschluss. Lois Abbingh (42., von rechts) und Kim Birke (43., nach Konter) stellen den alten Abstand her. Beide Abwehrreihen arbeiten gut, die HSG kann das 24:20 durch Laura van der Heijden aber nicht verhindern (44.). Geschke (Rückraum) und Birke (Konter) sorgen in der 45. Minute für das 26:21 und die Entscheidung. Für den Schlusspunkt sorgt Lois Abbingh. Nach einem gerade für die schwierigen Bedingungen und dem anstrengenden Programm im Vorfeld sehr guten Endspiel gewinnt Oldenburg zum dritten Mal in Folge das Robert-Schumann-Turnier.

VfL Oldenburg: Renner, Wester - Birke 5 Tore, Hetmanek, Schirmer 4, Wenzl 3, Abbingh 4, van der Heijden 3, Kethorn 4, Neuendorf 1, Geschke 6, Barger 1/1, Winter.
HSG Blomberg-Lippe: Roch, Kühne - Knutsdottir 1, Ernsberger, Thomas 5, A. Müller, Smits 3, Thorgeirsdottir, Frey 1, Hofmann 4, Schmele, Berndt, Richter 8/4, F. Müller.

Spiel um Platz 3: MizuWaAi Dalfsen - Rostov-Don 18:16 (8:9)

"Wir brauchen unsere Bestform später." Rostovs Trainer Sergey Belitskiy findet Erklärungen für die klare Halbfinal-Niederlage gegen Blomberg: "Die Mannschaft ist direkt aus dem Konditions-Trainingslager nach Oldenburg gefahren. Sie ist einfach müde", sagt Belitskiy. "Unser Abschneiden hier ist absolut in Ordnung. Bei so einem Turnier geht es nicht ums gewinnen." Der Coach verkündet auch, dass Rehina Shymkute im Gruppenspiel gegen Trier keine schwere Verletzung davongetragen hat. Alles gut also beim Turnierfavoriten, und Gegner Dalfsen feiert einen völlig unerwarteten aber nicht unverdienten dritten Platz. 5:3 (10.) und 6:4 (12.) führen die Niederländerinnen, nach 16 Minuten steht es 7:7, dann übernimmt Rostov mit einem Doppelschlag die Führung. Nach der Pause punktet wieder der Außenseiter. Dalfsen führt 13:10 (28.) und 16:12 (32.) und hat die Partie vier Minuten vor Schluss bei 18:13 entschieden. Die Niederländerinnen treten auf wie in den Partien vorher: schnell kombinierend, hart agierend in der Deckung. Für eine Mannschaft aus der international bestenfalls zweitklassigen Ersten Liga der Niederlande eine sensationelle Leistung, sind sich die Experten beim Wunderhorn einig. "Wir sind glücklich", sagt Dalfsen Trainer Peter Portengen nach dem verdienten Sieg: "Unsere Abwehr war sehr gut funktioniert, die Torhüterinnen stark und im Angriff haben wir mit Köpfchen gespielt." Nie hat eine Mannschaft aus den Niederlanden in Oldenburg besser abgeschnitten.
Die meisten Treffer markieren: Angela Malestein (8), Isabelle Jongenelen (2), Esther Schop (2), Myrthe Schoenaker (2), Wendy Smits (2/1) für Dalfsen; Olha Vashchuk (5), Olga Adzhiderskaya (4/2), Elena Slivinskaya (3) für Rostov-Don.

Joanna Dworaczyk (am Ball) führt nach dem Spiel gegen die HSG Bad Wildungen die Torschützenliste mit 26 Treffern an. (Foto: VfL Oldenburg / Spiel: Politechnika Koszalin - VOC Amsterdam)

Spiel um Platz 5: HSG Bad Wildungen - Politechnika Koszalin 20:15 (10:6)

Bad Wildungen gestaltet das Spiel überlegen, Koszalin bringt seine Angriffe nicht konsequent zu Ende. Sowieso präsentiert sich der Erstliga-Aufsteiger besser als noch am ersten Tag des 26. Robert-Schumann-Turniers. "Wir waren nicht wirklich fit. Uns steckt immer noch unser Trainingslager in Emmen in den Beinen", sagt HSG-Trainer Sören Jeppesen. "Vieles hat mir bei uns nicht gefallen. Aber ich weiß um die Gründe und habe das gestern mit der Mannschaft besprochen. Mit dem heutigen Tag bin ich aber sehr zufrieden." Auch bei Koszalin wird die Leistung der Mannschaft in Oldenburg differenziert gesehen. Co-Trainer Michael Kaniowski meint nach der Partie: "Der sechste Platz ist nicht das, was wir erwartet haben. Das erste Spiel war noch gut, dann war unser Leistung zu schwankend. Vor allem mit dem Angriff sind wir nicht zufrieden. Wir waren nicht konsequent genug und haben viel zu viele Konter kassiert." Mit Blick auf die am 3. September beginnende Saison sagt Kaniowski: "Wir müssen noch viel arbeiten. Es ist allerdings auch normal, dass in dieser Phase noch nicht alles läuft. Wir wollen mindestens wieder als Vierter abschneiden." Der ehemalige Trainer von Buntekuh Lübeck lobte noch das Turnier ("Es hilft allen, gegen gute Mannschaften anzutreten") und ungefragt auch die Schiedsrichterleistung. Mit 26 Toren an die Spitze der Torschützenliste setzt sich Joanna Dworaczyk. Sabrina Richter (20 Tore/Blomberg) und Lois Abbingh (19/Oldenburg) können noch vorbeiziehen.
Die besten Werferinnen im Spiel um Platz 5: Joanna Dworaczyk (6/2), Kamila Caluzynska (3) und Tatiana Bilenia (3) für Koszalin; Cristina Mihai (5/4), Tessa Cocx (4) und Miranda Robben (4/1) für Bad Wildungen.

Jana Arnosova (Foto: VfL Oldenburg)

Spiel um Platz 7: DJK/MJC Trier - VOC Amsterdam 23:14 (13:7)

Trier sorgt schnell für klare Verhältniss und führt nach sieben Minuten mit 6:0. Danach kann Amsterdam die Partie ausgeglichener gestalten. Die meisten Tore erzielen: Michelle Goos (4), Natasja Burgers (3) und Channa Matteman (3/3) für Amsterdam; Lucyana Wilamowska (5/1), Jasmina Kukic (4), Katarina Vojcic (4/2), Megane Vallet (3) und Jana Arnosova (3) für Trier.

Olha Vashchuk (Nr. 77, Rostov-Don) (Foto: VfL Oldenburg)

Halbfinale: HSG Blomberg-Lippe - Rostov-Don 20:14 (9:5)

Mit dem vierten Sieg im vierten Spiel erreicht Blomberg das Endspiel gegen den VfL und kann seinen 2008 gewonnenen Wunderhorn-Titel drei Jahre später verteidigen. In einem Spiel mit zwei gut agierenden Abwehrreihen startet der Bundesligist famos, führt bis zur 13. Minute mit 5:1. Wenig später ist Rostov aber wieder dran (4:5/15.). Mit dem Pausenpfiff erhöht Michaela Hofmann auf 9:5. Nach dem Seitenwechsel zeigt sich zunächst deutlicher, dass der mit dem Bus angereiste HC mit Ambitionen nach Oldenburg gekommen ist. Kleiner wird der Abstand aber nicht: Die überragende Sabrina Richter wirft per Konter 12:7 (26.) und wenig später aus der zweiten Reihe das 13:7 (27.). Nach ihrem Treffer zum 16:9 (34.) ist der HSG die Finalteilnahme nicht mehr zu nehmen. Stark auch: Isabell Roch im Blomberger Tor. "Das war ein guter Auftritt", sagte HSG-Coach Andre Fuhr: "Wir haben uns gut bewegt und immer Druck gemacht." Der Sieg, so Fuhr, sei allerdings auch leicht gefallen: "Rostov wirkte ganz schön müde. Wir haben uns schon sowas gedacht."
"Für uns geht es diese Saison nur um den Klassenerhalt", hatte HSG-Manager Harald Wallbaum gestern, am ersten Turniertag, erklärt. Der bisherige Auftritt aber zeigt, dass für das stark veränderte Blomberger Team auch eine Playoff-Teilnahme nicht ausgeschlossen erscheint. Die besten Schützinnen: Sabrina Richter (8/1), Michaela Hofmann (4) und Karen Knutsdottir (4/1) für Blomberg; Olha Vashchuk (7/1) und Olga Adzhiderskaya (2) für Rostov.

Jenny Winter (Foto: VfL Oldenburg)

Halbfinale: VfL Oldenburg - MizuWaAi Dalfsen 28:17 (15:10)

Oldenburg kann sich bei 8:4 (11.) erstmals deutlich absetzen. Als Julia Wenzl auf 10:5 erhöht (14.), nimmt Dalfsens Trainer Peter Portengen seine Auszeit. Eine Minute später kommen die Niederländerinnen auf 7:10 heran und können diese Differenz erstmal halten. Kurz vor der Pause tanzt Jenny Winter nach einer Kombination die Abwehrreihe aus und trifft zum Halbzeitstand von 15:10. Mit Winters Kontertor zum 22:14 (29.) ist eine Partie mit vielen schönen Spielzügen auf beiden Seiten entschieden. Mit zunehmender Dauer packt der VfL mehr und mehr Kabinettstückchen aus. Dass nicht jede Pirouette, jeder Wurf von hinterm Rücken oder ein Kempa-Trick nicht funktioniert, nimmt das Publikum auf der fast vollbesetzten Tribüne gelassen. Bisher das unterhaltsamste Spiel des Turniers. Die erfolgreichsten Werferinnen: Angie Geschke (5/1), Kim Birke (4), Lois Abbingh (4), Laura van der Heijden (4), Jenny Winter (4) und Wiebke Kethorn (3) für Oldenburg; Martine Smeets (4), Wendy Smits (4/2), Esther Schop (2) und Sarina van Dort (2).

Aleksandra Kobylecka von Politechnika Koszalin am Ball. (Foto: VfL Oldenburg)

Platzierungsrunde: Politechnika Koszalin - VOC Amsterdam 28:17 (13:8)

Koszalin und Bad Wildungen spielen um Platz fünf, Amsterdam und Trier um Rang sieben. Die Polinnen müssen sich gegen VOC durchaus strecken, führen Mitte der zweiten Halbzeit nur mit 17:15. Am Ende ist es eine klare Angelegenheit. Die meisten Tore: Channa Matteman (5/1) und Michelle Goos (4) für Amsterdam; Joanna Dworaczyk (7), Kamila Caluzynska (5) und Tatiana Bilenia (5/1) für Koszalin.

Platzierungsrunde: DJK/MJC Trier - HSG Bad Wildungen 17:20 (7:8)

"Für ein Spiel so früh morgens war das richtig, richtig gut", lobt eine Zuschauerin bei Spielschluss am Sonntagmorgen (21.8.2011) gegen 10.15 Uhr. Bad Wildungen erhält sich mit dem Sieg die verdiente Chance auf Platz fünf, führt meistens (in der zweiten Hälfte auch mit fünf Toren) und kam so zu einem relativ klaren Erfolg gegen eine keineswegs schwache DJK/MJC. "Für das vierte Spiel am Wochenende war das ganz okay", sagt auch Tessa Cocx. Endgültige Schlüsse auf den Saisonverlauf wollte der HSG-Zugang aber nicht ziehen: "Nein, das ist schwer einzuschätzen, jede Mannschaft ist müde, jede Mannschaft auf einem anderen Vorbereitungsstand." Für Aufsteiger Bad Wildungen geht es diese Saison nur um den Klassenerhalt. "Wir haben die Qualität, das zu schaffen, ganz klar. Und dazu sind wir schon ganz gut eingespielt", sagt Cocx: "Aber wer weiß schon, was im Laufe der Saison passiert. Aber ich gehe davon aus, dass wir das schaffen." Die meisten Tore: Lucyana Wilamowska (6) und Katarina Vojcic (5/1) für Trier; Cristina Mihai (6), Ruta Latakaite (3) und Sabine Heusdens (3) für Bad Wildungen.

   
   VfL Oldenburg steht vorzeitig im Halbfinale / HR / 21.08.2011
  
Durch Siege gegen Trier und Amsterdam sicherte sich der VfL um Barbara Hetmanek vorzeitig die Halbfinal-Teilnahme. (Foto: VfL Oldenburg)

VfL Oldenburg steht vorzeitig im Halbfinale

Oldenburg. Der gastgebende VfL Oldenburg steht beim 26. Robert-Schumann-Turnier um das Oldenburger Wunderhorn im Halbfinale. Nach zwei Siegen gegen VOC Amsterdam (29:15) und DJK/MJC Trier (26:15) hatte die Mannschaft von Leszek Krowicki bereits vor dem letzten Spiel gegen HC Rostov/Don (bei Redaktionsschluss noch nicht beendet) bereits frühzeitig die Runde der letzten Vier erreicht.

Auch die russische Mannschaft, im Vorfeld bereits als einer der Favoriten auf den Turniersieg gehandelt, hatte sich mit zwei Siegen gegen Trier (20:12) und Amsterdam (21:20) vorzeitig den Halbfinaleinzug gesichert. Allerdings taten sich die Russinnen im ersten Spiel des Turniers gegen die „Miezen“ aus Trier sichtlich schwer, konnten sich erst in der zweiten Halbzeit ein klares Übergewicht erarbeiten. Allerdings war für Rostovs Spielmacherin Rehina Shymkute das Turnier aufgrund einer Verletzung vorzeitig beendet. Im zweiten Spiel gegen Amsterdam gönnte sich Trainer Sergey Belitskiy sogar den Luxus, seinen jungen Reservistinnen zu vertrauen. Diese enttäuschten ihren Trainer jedoch nicht.

Auch der VfL hatte in der Begegnung gegen Amsterdam zunächst einige Probleme, gewann erst durch eine bessere Defensive die Oberhand und bog nicht zuletzt durch elf Tore in Folge vor der Pause auf die Siegerstraße ein. Im zweiten Spiel gegen Trier agierten die Oldenburgerinnen deutlich souveräner und hatten nicht zuletzt in Torfrau Julia Renner einen sicheren Rückhalt. „Ich bin sehr zufrieden, aber nicht euphorisch. Die Mannschaft kämpft, sie spielt gut zusammen, viele neue Konzepte greifen“, sagte Leszek Krowicki nach dem Spiel gegen Trier.

In der zweiten Gruppe sicherte sich die HSG Blomberg-Lippe vorzeitig den Einzug ins Halbfinale durch zwei Siege gegen Bad Wildungen (24:15) und Dalfsen (25:17). Um den zweiten Platz in der Gruppe spielen die Niederländerinnen von MizuWaAi Dalfsen, immerhin Meister im westlichen Nachbarland, und die polnische Mannschaft von Politechnika Koszalin im Fernduell. Dalfsen musste gegen Bad Wildungen ran, Koszalin gegen die bereits qualifizierte HSG Blomberg-Lippe (beide Partien waren bei Redaktionsschluss noch nicht beendet). Im direkten Aufeinandertreffen hatten sich die Niederländerinnen klar mit 33:24 durchgesetzt.

Trotz des guten Sommerwetters hatten durchgehend gut 500 Zuschauer den Weg in die Robert-Schumann-Halle gefunden. Das Turnier wird am heutigen Sonntag um 9.30 Uhr fortgesetzt. Die Halbfinal-Begegnungen werden um 11.20 Uhr (mit dem VfL, falls dieser Gruppenerster wird) und 12.15 Uhr (falls Platz zwei erreicht wird) angepfiffen. Das kleine Finale beginnt um 16 Uhr, das Finale über 2 mal 25 Minuten startet um 17 Uhr. Der Sieger des diesjährigen Robert-Schumann-Turniers und Gewinner des Wunderhorns wird um 18 Uhr gekürt.

Quelle: Von Lars Ruhsam - www.huntereport.de

   
   1. Spieltag / O.R. / 20.08.2011
  
VfL Oldenburg - Rostov-Don 21 : 18 (10:10)

Der Sieger dieser Partie geht als Erster ins Halbfinale und spielt am Sonntag gegen Dalfsen, der Zweite trifft auf Blomberg. Oldenburg würde auch ein Remis reichen. Soviel zur Ausgangslage.

Nach ausgeglichener Anfangsphase bringt Rostovs Neue Emilia Turei ihr Team mit einem Doppelschlag in Unterzahl mit 5:3 in Führung (6.). Oldenburg hätte locker wieder vorne liegen können, lässt aber in den kommenden Minuten drei Konterchancen liegen, scheitert an der Galina Gabisova oder am Pfosten. Die vierte verwandelt Angie Geschke per Heber zum 5:5 (11.), nach 13 Minuten sind die Russinnen aber wieder 7:5 vorne. Dann gleicht Laura van der Heijden aus (7:7/15.). Es bleibt ein gutklassiges, spannendes aber hartes Spiel - auch im zweiten Durchgang: 13:11 für VfL, 13:14, 14:15 (28.). Zwischendurch spielt Oldenburg in doppelter Überzahl.

Angie Geschke erzielte 6 Treffer für den VfL Oldenburg gegen Rostov-Don. (Foto: VfL Oldenburg)

Nun setzt sich Oldenburg ab - auch ein Verdienst Julia Renners. Bei einem Ball hat die VfL-Torfrau richtig Glück, als das Spielgerät vom Pfosten an ihren Rücken geht und dort - Handballharz macht es möglich - am Pulli kleben bleibt. Rostov braucht acht Minuten für sein nächstes Tor (16:18/36.), Geschke antwortet postwendend mit dem 19:16 (37.). 85 Sekunden vor Schluss sorgt wieder Geschke für das 20:18 und die Entscheidung. Bisweilen hektisch, von Rostov sehr hart geführt (sechs Zeitstrafen), dennoch klasse und emotional: Am Ende des ersten Tages stehen die Zuschauer in der Robert-Schumann-Halle, bedanken sich für eine ganz starke Vorstellung des Titelverteidigers. "Jetzt wollen wir auch das Triple", sagt Kim Birke. Übertreiben will die augenscheinliche Frühform beim VfL aber offenbar niemand. "Für uns ist es ganz gut gelaufen. Mehr aber auch nicht. Einiges muss noch besser werden", bewertet Julia Renner den ersten Tag mit drei Siegen nüchtern. Die meisten Tore: Olha Vashchuk (6) und Emilia Turei (6/4) für Rostov; Lois Abbingh (7/5) und Angie Geschke (6).

Politechnika Koszalin - HSG Blomberg-Lippe 22:28 (12:13)

Blomberg erreicht ohne Verlustpunkt das Halbfinale, Koszalin wird Dritter und spielt in der Platzierungsrunde am morgigen Sonntag (21.8.2011) gegen Amsterdam. Doch erst Mitte der zweiten Hälfte brachte die HSG Abstand zwischen sich und der Universitätsmannschaft (24:19/33.), was vermutlich auch mit Andre Fuhrs Auswechselungen zusammenhängt - u.a. brachte der Blomberger Trainer Sabrina Richter und Michaela Hofmann (ehem. Seiffert). Die meisten Treffer verbuchten: Xenia Smits (5), Kim Berndt (5), Karen Knutsdottir (5/1), Michaela Hofmann (4) und Sabrina Richter (4) für Blomberg; Joanna Dworaczyk (7/2), Joanna Chmiel (3) und Tatiana Bilenia (3/1) für Politechnika Koszalin.

Dalfsen - Bad Wildungen 16:17 (6:9)

Die Situation vor dem Spiel: Gewinnt Bad Wildungen mit sieben Treffern Differenz würde der Bundesliga-Neuling im direkten Vergleich der drei Mannschaften mit 2 Punkten vorne sein. Ansonsten wäre es Dalfsen - immer vorausgesetzt, dass Blomberg im finalen Gruppenspiel gegen Koszalin siegt.
Bis kurz vor der Pause läuft es fast perfekt für Bad Wildungen - 5:1, dann 9:4. Doch Dalfsen kommt zurück, gleicht in der 28. Minute sogar aus (11:11). Die HSG versucht viel, kontert gut (14:12/34.), doch Dalfsen hat Antworten parat, kommt durch sein schnelles Spiel bei Ballbesitz immer wieder zu Chancen und geht mit 15:14 in Führung. Am Ende gewinnt Bad Wildungen im bisher spannendsten Turnierspiel doch noch, verpasst aber das Halbfinale.
Im letzten Gruppenspiel zwischen Blomberg und Koszalin würde die HSG bei einem Sieg Dalfsen mit ins Halbfinale nehmen. Koszalin erreicht nur dann die Runde der letzten vier, wenn es mindestens einen Punkt holt. Die meisten Tore: Cristina Mihai (5), Miranda Robben (5) und Sabine Heusdens (4/3) für Bad Wildungen; Wendy Smits (6), Fabienne Logtenberg (2), Sharina van Dort (2), Martine Smeets (2) und Angela Malestein (2) für Dalfsen.

Judith Derbach erzielte 3 Treffer gegen VOC Amsterdam. (Foto: VfL Oldenburg)

DJK/MJC Trier - VOC Amsterdam 19:17 (9:8)

Auch Trier kann noch gewinnen, nachdem die Mannschaft beim hervorragend besetzten Stelio-Cup in Wittlich nur Niederlagen kassiert hatte. "Wir sind erst seit zwei Wochen komplett. Wir brauchen Zeit", sagt Trainer Thomas Happe und fügt hinzu: "Die wir eigentlich nicht haben." Gegen Amsterdam setzt sich Trier in der zweiten Halbzeit erst ab (15:12), lässt Amsterdam dann aber wieder an einer Überraschung schnuppern (15:16/15.). Lucyana Wilamowska trifft zum 17:16 (17.), Nadine Rost zum 18:17 (19.). Erst 40 Sekunden vor dem Ende steht der Sieg fest: Katarina Vojcic per Siebenmeter zum 19:17. "Ich wechsele viel durch, ich will meine Spielerinnen nicht kaputt machen", erklärt Happe: "Die Ansätze sind in Ordnung bei uns." Trier sichert sich damit den dritten Platz in seiner Gruppe hinter Oldenburg und Rostov. Diese beiden Mannschaften spielen später noch den ersten Platz aus. Erfolgreichste Schützinnen: Channa Matteman (4/2), Rachel de Maze (3) und Anja Tol (3) für Amsterdam; Katarina Vojcic (6/4) und Luyana Wilamowska (4) für Trier.

HSG Blomberg-Lippe - Dalfsen 25:17 (10:7)

Dalfsen präsentiert sich wirklich nicht schlecht. Nach dem überraschenden Sieg gegen Koszalin machen die Niederländerinnen auch Bundesligist Blomberg einige Schwierigkeiten. Mit zunehmender Dauer aber setzte sich die HSG deutlicher ab. Die letzten beiden Blomberger Treffer markiert die Ex-Oldenburgerin Carolin Schmele - innerhalb der letzten 45 Sekunden. Erfolgreichste Werferinnen: Martine Smeets (4), Jolanda Schutte (4) und Myrthe Schoenaker (4/4) für Dalfsen; Caroline Thomas (5), Xenia Smits (3), Noelle Frey (3), Carolin Schmele (3) und Franziska Müller (3) für Blomberg.

Lois Abbingh (Foto: VfL Oldenburg)

VfL Oldenburg - DJK/MJC Trier 26:15 (14:8)

Trier müht sich redlich, hat aber schon in der ersten Hälfte keine Chance gegen einen weiterhin motivierten VfL mit einer sehr gut haltenden Julia Renner. Auch in Hälfte zwei kommen die "Miezen" nicht in Schlagdistanz, zwei Minuten nach der Pause steht es bereits 16:8. Für die erste zehn-Tore-Führung (24:14/37.) sorgt Lois Abbingh mit einem Hammerwurf aus elf Metern. 350 Zuschauer sehen die Partie, nach der Oldenburg als zweite Mannschaft nach Rostov-Don das Halbfinale erreicht. "Ich bin sehr zufrieden, nicht euphorisch, aber zufrieden. Die Mannschaft kämpft, sie spielt gut zusammen, viele neue Konzepte greifen", sagt VfL-Trainer Leszek Krowicki und meint damit auch die offensive 3-2-1-Deckung. Auch Tribünengast Haege Fagerhus, ehemalige Oldenburger Rechtsaußen, ist angetan: "Das sieht schon ziemlich gut aus." Beste Schützinnen: Silvia Solic (6) und Katarina Vojcic (5/3) für Trier; Lois Abbingh (6), Sabrina Neuendorf (4/1), Maike Schirmer (3), Laura van der Heijden (3), Wiebke Kethorn (3), Angie Geschke (3/1) für Oldenburg.

Xenia Smits (Nr. 6) von der HSG Blomberg-Lippe (Foto: VfL Oldenburg)

Bad Wildungen - Blomberg 14:25 (9:12)

Blomberg hat das erste Bundesliga-Duell beim Wunderhorn 2011 im Griff. Wie die anderen Mannschaften bisher auch muss Bad Wildungen der Belastung des zweiten Spiels Tribut zollen und kann vor allem in der zweiten Hälfte nicht mehr mithalten. Erfolgreichste Werferinnen: Xenia Smits (7) und Sabrina Richter (6/1) für Blomberg; Ruta Latakaite (3) und Miranda Robben (3) für Bad Wildungen.

Alla Zhuykova (Nr. 44, Rostov-Don). (Foto: VfL Oldenburg)

Rostov-Don - Amsterdam 21:20 (10:9)

Rostov zieht schon am Ende der Mittagszeit als erste Mannschaft ins Halbfinale ein. Allerdings macht es der russische Vizemeister spannend, Trainer Sergey Belitskiy vertraut seine jungen Reservistinnen bis in die Schlussminuten des stets ausgeglichenen Spiels. Amsterdam führt in der 37. Minute noch mit 19:18, verliert dann noch Daria Maslova mit einer Roten Karte (nach Foul an Lindsay Schrekker). Der Favorit übersteht aber die Unterzahl (30 Sekunden sogar doppelte Unterzahl), weil Torfrau Elena Lomonosova zweimal ganz stark pariert. Rostov geht in Führung (20:19/39.) und antwortet auf Channa Mattemans Ausgleich mit dem Siegtreffer durch Olga Adzhiderskaya 40 Sekunden vor Schluss. Das reicht. Beste Schützinnen: Michelle Goos (5) und Channa Matteman (5/2) für Amsterdam; Maria Garbuz (4), Tatiana Lavrenyuk (4) und Olga Adzhiderskaya (4/1) für Rostov.

Nicht zu stoppen: Fabienne Logtenberg vom MizuWaAi Dalfsen (Foto: VfL Oldenburg)

Dalfsen - Koszalin 32:24 (16:10)

Müdigkeit? Die gegen Bad Wildungen noch ziemlich starken Polinnen werden vom niederländischen Meister in der ersten Halbzeit phasenweise vorgeführt. Schnell kombinierend im Positionsangriff, stets gefährlich aus der zweiten Reihe. Immer beteiligt sich Koszalin am zwischenzeitlichen Torrekord beim Wunderhorn 2011, beide Teams schließen enorm schnell ab, gönnen sich kaum Pausen. Bei 30:21 (33.) ist die Partie entschieden. Die besten Werferinnen: Angela Malestein (9) und Sharina van Dort (8) für Dalfsen, Tatiana Bilenia (7/1), Joanna Dworaczyk (4) und Iwona Szafulska (4) für Koszalin.

Kim Birke erzielte 4 Treffer für den VfL Oldenburg. (Foto: VfL Oldenburg)

VOC Amsterdam - VfL Oldenburg 15:29 (7:14)

Die Ränge in der Robert-Schumann-Halle haben sich schon recht gut gefüllt, über 250 Zuschauer sehen den ersten Auftritt von Gastgeber und Titelverteidiger VfL Oldenburg. Der allerdings liegt gegen den niederländischen Vizemeister und krassen Außenseiter Amsterdam zunächst hinten: 3:7. Etwas mehr Aufmerksamkeit in der Deckung und einige Konter drehen das Ergebnis. Gegen die auffällig starke VOC-Torfrau Peggy Viergever werfen die Oldenburgerinnen bis zur Pause elf (!) Tore in Folge. Amsterdams Channa Matteman erzielt sieben Tore, davon fünf Siebenmeter. Beim VfL treffen Jenny Winter (5), Kim Birke (4), Barbara Hetmanek (3), Maike Schirmer (3), Laura van der Heijden (3), Julia Wenzl (3/1) und Angie Geschke (3/2) am erfolgreichsten.

Erfolgreich für Koszalin: Paulina Muchocka (Foto: VfL Oldenburg)

Koszalin - Bad Wildungen 25:20 (13:10)

Bad Wildungen beginnt mit seiner neuen Schweizer Nationalspielerin Andrea Willimann. Koszalin startet besser, führt 9:5, ehe der Bundesliga-Aufsteiger auf 10:11 herankommt. Am Ende wird es aber eine ungefährdete Angelegenheit. Das Ergebnis wird mittlerweile auch über die Anzeigentafel angezeigt. Erfolgreichste Werferinnen: Cristina Mihai (6) für Bad Wildungen, Dorota Blaszczyk (5) für Koszalin.

Emilija Turei (am Ball) erzielte 4 Treffer für Rostov-Don. (Foto: VfL Oldenburg)

Trier - Rostov-Don 12:20 (6:6)

Holpriger Start für die Techniker beim 26. Robert-Schumann-Turnier: Die Anzeigentafel streikt. Besser läuft es zunächst für die DJK/MJC Trier - 6:6 zur Pause gegen den russischen Turnierfavoriten HC Rostov-Don. In den zweiten 20 Minuten bricht das Team von Trainer Thomas Happe aber ein. Rostov muss den Sieg teuer bezahlen: Die Spielmacherin Rehina Shymkute knickt mit dem rechten Fuß bei einer Aktion im Angriff um, verletzt sich möglicherweise schwer. Für die ukrainische Nationalspielerin ist das Turnier nach noch nicht einmal einer Halbzeit beendet. Bis zum Zeitpunkt ihrer Verletzung erzielt Shymkute fünf Tore - alles Feldtore und alle hintereinander. Für Trier ist Judith Derbach mit drei Treffern die beste Schützin.

   
   Favorit Rostov seit Freitagvormittag in Oldenburg / O.R. / 19.08.2011
  
26. Robert-Schumann-Turnier: Favorit Rostov seit Freitagvormittag in Oldenburg

Acht Mannschaften aus vier Ländern sind an diesem Wochenende (20./21. August) beim 26. Robert-Schumann-Turnier um das Oldenburger Wunderhorn in der VfL-Halle an der Rebenstraße dabei. "Ich bin zufrieden, wir haben wieder ein qualitativ gutes Teilnehmerfeld zusammen gebracht", sagt Turnierchef Michael Brand.

Angeführt wird das Feld von Gastgeber und Titelverteidiger VfL Oldenburg. Aus der Bundesliga außerdem dabei sind die HSG Blomberg-Lippe, die DJK/MJC Trier und Aufsteiger HSG Bad Wildungen. Aus den Niederlanden kommen der aktuelle Titelträger MizuWaAi Dalfsen und Vizemeister VOC Amsterdam. Aus Polen ist der Vierte der vergangenen Saison Politechnika Koszalin dabei. Den weitesten Weg hat der Turnierfavorit:GK Rostov-Don. Der russische Vizemeister und Champions-League-Teilnehmer machte sich schon am Mittwoch auf den Weg ins über 2500 Kilometer entfernte Oldenburg. Am heutigen Freitagvormittag (19.8.2011) traf das Team um Neuzugang Emilija Turei ein.

Gespielt wird in zwei Gruppen ab 10 Uhr am morgigen Samstag (20.8.). Am Sonntag finden die Final- und Platzierungsspiele statt. Das Endspiel beginnt um 17 Uhr.

Der VfL Oldenburg könnte das Turnier zum fünften Mal und dazu zum dritten Mal in Folge gewinnen. "Darüber reden wir nicht", will Trainer Leszek Krowicki die Ziele nicht zu hoch schrauben. Allerdings sagt er auch: "Unser Ziel ist das Endspiel." In diesem könnte der VfL wie schon 2010 auf Rostov treffen, da beide zusammen in einer Vorrunden-Gruppe spielen und somit nicht im Halbfinale aufeinander treffen können. Chancen können auch Politechnika Koszalin mit Nationalmannschafts-Spielführerin Katarzyna Dworaczyk eingeräumt werden. Gleiches gilt für die Bundesligisten, von denen Bad Wildungen den VfL Oldenburg in der laufenden Vorbereitung schon einmal schlagen konnte.

Aktuelle Ergebnisse, Spielberichte und weitere Texte zum Geschehen werden auf der Wunderhorn-Homepage veröffentlicht: www.robert-schumann-turnier.de.

Ole Rosenbohm / Presse VfL Oldenburg

   
   Wunderhorn kein Gastgeschenk / NWZ / 19.08.2011
  
Favorit: HC Rostov - Don (Foto: Rostov)

Wunderhorn kein Gastgeschenk

Robert-Schumann-Turnier am Wochenende – VfL will dritten Sieg in Serie

Der VfL Oldenburg freut sich auf die Generalprobe zum Saisonauftakt. Am Start sind vier Bundesligavereine und vier ausländische Erstligisten.

Oldenburg - Die Wunderhorn-Trophäe geben die Spielerinnen nur ungern aus der Hand. Schon im Trainingslager im niederländischen Emmen waren Sabrina Neuendorf, Wiebke Kethorn und Co. richtig heiß auf den Hattrick. Denn an diesem Wochenende (20. und 21. August) wollen die Handballerinnen des VfL Oldenburg das vereinseigene Robert-Schumann-Turnier zum dritten Mal in Folge gewinnen – als erste Mannschaft überhaupt.

Trainer Leszek Krowicki hätte sicher keine Einwände, weist aber die Favoritenrolle vor der 26. Auflage von sich. „Die nimmt ganz sicher Rostov ein“, spricht er mit großem Respekt über den russischen Vizemeister und Champions-League-Teilnehmer.

Gegner von internationalem Format kommen ihm in der Saisonvorbereitung gerade recht: „Es ist sehr wertvoll, auf diesem Niveau zu testen“, sagt Krowicki. Zur Erinnerung: Im Vorjahr hatten sich die VfL-Frauen im Finale mit 25:20 gegen Rostov durchgesetzt, nachdem das Gruppenspiel gegen die Russinnen klar verloren gegangen war.

Doch nicht nur Rostov sorgt für Europapokal-Atmosphäre in der Robert-Schumann-Halle. Immerhin haben auch die beiden erfolgreichsten Teams der Niederlande zugesagt: Meister MizuWaAi Dalfsen und Vize VOC Amsterdam. Turnierchef Michael Brand ist darüber nicht nur aus sportlichen Gründen froh: „Die Niederländer bringen immer viele Zuschauer mit“, überlegt Brand.

Nach den kurzfristigen Absagen von Valur Reykjavik und der Auswahl Großbritanniens hat Brand in Dalfsen und Bundesligist Trier für starken Ersatz gesorgt. So kann das Turnier trotz Sparzwangs wie geplant mit acht Mannschaften stattfinden. Trier und Gastgeber VfL treffen womöglich auf weitere Ligavertreter: Bundesliga-Neuling Bad Wildungen, die HSG Blomberg-Lippe (mit der Ex-Oldenburgerin Carolin Schmele) sowie der polnische Spitzenclub Politechnika Koszalin (Köslin) komplettieren das Teilnehmerfeld.

Zwei Wochen vor dem Bundesligastart dient das Turnier als wichtige Standortbestimmung. „Wir wollen vor eigenem Publikum unsere Spiele möglichst gewinnen, aber auch mit Blick auf die Saison etwas ausprobieren“, sagt Krowicki. Die personellen Voraussetzungen dafür sind gegeben, denn bis auf Anna Badenhop (Leistenbeschwerden) stehen alle Spielerinnen zur Verfügung. Dabei gilt es vor allem, Varianten im glänzend besetzten Rückraum zu testen. In Sabrina Neuendorf, Lois Abbingh, Angie Geschke, Julia Wenzl und Laura van der Heijden warten gleich fünf Spielerinnen auf ihren Einsatz in der ersten Sieben – und auf den Griff nach dem Wunderhorn.

Quelle: http://www.nwzonline.de/vfl-handball/ - von Oliver Bloch Und Otto-Ulrich Bals

   
   Generalprobe auf internationalem Niveau / HR / 17.08.2011
  
Generalprobe auf internationalem Niveau

Oldenburg. Der Saisonstart hat es in sich. Mit Spielen gegen den HC Leipzig und beim Thüringer HC beginnt die neue Handball-Saison für den VfL Oldenburg. Da paßt es gut, dass die Oldenburgerinnen schon in der Vorbereitung nachhaltig gefordert werden, so wie am kommenden Wochenende im Rahmen des Robert-Schumann-Turniers um das Oldenburger Wunderhorn.

In der langen Gesichte des Turniers ist es bislang noch keiner Mannschaft gelungen, den Titel dreimal in Folge zu gewinnen. „Wir hätten nichts dagegen, das zu ändern“, sagt Leszek Krowicki augenzwinkernd. Bei allem Ehrgeiz ist sich der Trainer allerdings auch bewußt, dass die Titelverteidigung kein Selbstgänger wird.

Dem Organisations-Team um Michael Brand ist es trotz Sparzwang gelungen, ein anspruchsvolles, international-besetztes Teilnehmerfeld aufzubieten, dass neben dem VfL mit GK Rostov-Don einen weiteren Titelanwärter aufweist. „In Russland haben sie große finanzielle Möglichkeiten. Rostov ist Vizemeister gewesen, hat sich unter anderem mit der mehrmaligen Weltmeisterin Emilija Turei verstärkt und spielt Champions-League. Das ist ein Kaliber“, sagt Krowicki. Darüber hinaus trifft der VfL in seiner Gruppe auf den niederländischen Vizemeister VOC Amsterdam und Bundesligist DJK/MJC Trier.

In der zweiten Gruppe kämpfen Bundesligist HSG Blomberg-Lippe, mit der Ex-Oldenburgerin Carolin Schmele, Bundesliga-Aufsteiger HSG Bad Wildungen, der polnische Top-Club Politechnika Koszalin und der niederländische Meister MizuWaAi Dalfsen um den Einzug ins Halbfinale. „Es war nicht ganz einfach, denn wir mussten kurzfristig auf die Absagen der Nationalmannschaft von Großbritanien und von Valur Reykjavík reagieren, aber ich denke, das ist uns gelungen“, sagt Michael Brand.

Bestätigung erfährt er durch Leszek Krowicki. „Das Turnier ist attraktiv besetzt und meine Mannschaft ist richtig heiß. Für uns hat es eine große Bedeutung und gibt uns gerade zuhause nochmal einen enormen Motivationsschub.“ Als Folge dessen wird er ab Samstag auch nahezu den kompletten Kader aufbieten. Allein Anna Badenhop fällt mit Leistenproblemen noch einige Zeit aus. Beim heutigen Testspiel in Cloppenburg (Anpfiff 19.30 Uhr) wird der VfL zudem auf das aktive Tun von Neuzugang Tess Wester und Lois Abbingh verzichten. Beide waren zuletzt für die U19 der Niederlande am Ball, profilierten sich auf internationalem Parkett und sind entsprechend geschlaucht. „Wir müssen da vorsichtig sein, gerade bei Lois, die sehr lange keine Pause mehr gehabt hat und jetzt vor allem vom Kopf einfach mal abschalten muss“, sagt der Trainer.

In der Robert-Schumann-Halle wird sie allerdings am Ball sein und ihren Teil dazu beitragen, dass Krowicki ein echtes Luxusproblem zu lösen hat. Mit Abbingh, Angie Geschke, Sabrina Neuendorf, Laura van der Heijden und Julia Wenzl ist der VfL hervorragend besetzt und alle Spielerinnen drängen in die Startformation. Mithin, es gibt sicherlich schlimmeres als die freie Auswahl bei der Besetzung.

Andere Rollen sind klarer verteilt. Wiebke Kethorn ist am Kreis gesetzt, Kim Birke wird auf der linken, Maike Schirmer auf der rechten Aussenbahn beginnen. Zwischen den Pfosten wird Tess Wester in die großen Fußstapfen von Tatjana Surkova schlüpfen. Die Russin, die nach wie vor beim VfL unter Vertrag steht, muss aufgrund von Rückenproblemen zurzeit pausieren. Ob und wann sie wieder spielen kann, ist fraglich. Vorerst wird Surkova fehlen, aber der VfL scheint gerüstet. Wie gut, könnte sich am Wochenende zeigen.

Quelle: Von Fabian Speckmann - www.huntereport.de

   
   Wunderhorn-Turnier komplett: DJK/MJC Trier springt ein / 05.08.2011
  
Wunderhorn-Turnier komplett: DJK/MJC Trier springt ein

Das 26. Robert-Schumann-Turnier um das Oldenburger Wunderhorn am 20. und 21. August in der VfL-Halle an der Rebenstraße (Robert-Schumann-Halle) ist komplett. Nach zwei Absagen teilten die Verantwortlichen nun mit, im Bundesligisten DJK/MJC Trier den achten und letzten Teilnehmer gefunden zu haben.

Damit spielen in Oldenburg der amtierende niederländische Meister MizuWaAi Dalfsen, der niederländische Vizemeister VOC Amsterdam, der polnische Erstligist Politechnika Koszalin, das russische Spitzenteam und Champions-League-Teilnehmer GK Rostov-Don sowie die Bundesligisten HSG Blomberg-Lippe, HSG Bad Wildungen, Trier und Gastgeber VfL Oldenburg. Im vergangenen Jahr setzte sich der VfL im Endspiel gegen Rostov mit 25:20 durch. Allerdings ist anzunehmen, dass sich die Russinnen in dieser Saison noch weiter verbessern können. Das Team wurde deutlich verstärkt. Der Kader von Trainer Sergey Belitskiy wird in Oldenburg 20 Spielerinnen groß sein.

Die beiden Vorjahresfinalisten Oldenburg und Rostov treten bereits in der Vorrunde am Samstag, 20. August, gegeneinander an. Dazu gesellen sich Amsterdam und Trier. Dalfsen, Koszalin, Blomberg und Bad Wildungen spielen in der Gruppe B. Die ersten beiden Teams erreichen das Halbfinale am Sonntag. "Ich denke, wir haben wieder ein gutes Feld zusammenbekommen. Favorit ist für mich ganz klar Rostov", sagt Turnierchef Michael Brand.

Ole Rosenbohm / Presse VfL Oldenburg

   
   Wunderhorn-Turnier: Niederländischer Meister springt ein / 26.07.2011
  
Wunderhorn-Turnier: Niederländischer Meister springt ein

Michael Brand ist im Stress. Eigentlich hatte der Chef des Robert-Schumann-Turniers um das Oldenburger Wunderhorn sein Teilnehmerfeld für die 26. Auflage des internationalen Frauenhandballturniers (20. und 21. August in der Robert-Schumann-Halle) schon zusammen. Dann ereilten ihn zwei Absagen. "Das Wunderhorn-Turnier ist aber nicht gefährdet", kann Brand beschwichtigen. "Ich stehe in engem Kontakt zu einigen interessanten Teams." Und im niederländischen Meister MizuWaAi Dalfsen hatte Brand gleich den ersten Ersatz parat.

Damit spielen in Oldenburg der amtierende niederländische Meister und mit VOC Amsterdam auch der Vizemeister. Angeführt wird das bisherige Teilnehmerfeld von Gastgeber und Vorjahressieger VfL Oldenburg. Aus der deutschen Bundesliga nehmen neben dem VfL die HSG Blomberg-Lippe und Aufsteiger HSG Bad Wildungen teil. Ein möglicher Turnierfavorit ist die stark verstärkte russische Mannschaft GK Rostov-Don, aus der nicht zu unterschätzenden polnischen Liga reist Politechnika Koszalin nach Oldenburg. Den letzten der acht Teilnehmer wird Brand später präsentieren.

Die acht Mannschaften spielen am ersten Tag in zwei Vierer-Gruppen. Am Sonntag, 21. August, finden dann die Platzierungs- und Finalspiele statt. Zwei Wochen später beginnt die Bundesligasaison. Am ersten Spieltag erwartet der VfL am 4. September (16.30 Uhr, EWE ARENA) den HC Leipzig.

Ole Rosenbohm / Presse VfL Oldenburg